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	<title>Dr. med. Hanswerner Herber</title>
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		<title>Leicht ist richtig</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Apr 2013 08:19:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hanswerner Herber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Frau ruft an. Sie ist aufgebracht. Ihre Stimme kippt zwischen Empörung, Verzweiflung und Sorge, die Worte kommen schnell und der Atem nicht nach. Ihr Manne müsse umgehend einen Termin bekommen, er habe einen Burn Out, alles werde zunichte gehen. Auf meine Frage, ob ihr Mann mich selber anrufen könne, geht sie nicht ein, nimmt [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Frau ruft an. Sie ist aufgebracht. Ihre Stimme kippt zwischen Empörung, Verzweiflung und Sorge, die Worte kommen schnell und der Atem nicht nach. Ihr Manne müsse umgehend einen Termin bekommen, er habe einen Burn Out, alles werde zunichte gehen. Auf meine Frage, ob ihr Mann mich selber anrufen könne, geht sie nicht ein, nimmt die Frage wohl gar nicht wahr.</p>
<p>Ich werde darüber nachdenken müssen, warum ich dem Terminwunsch nachgegeben habe, ahne aber, dass der Mann, wenn er denn überhaupt erscheint, in Begleitung seiner Frau kommen wird.</p>
<p>Sie kommen beide. Ich begrüße beide, bitte ihn zu mir. Sie macht keine Anstalten mitzukommen, was mich kurz verblüfft.</p>
<p>Der Mann, Anfang 40, berichtet, das in den letzten drei Jahren die Ehe &#8220;ohne Liebe&#8221; sei, weil Geben und Nehmen nach seinen Aussagen wohl alles andere als in der Balance waren. Er gehe durchaus in seiner Arbeit auf, fühle sich in ihr bestätigt. Gestern Abend habe er seiner Frau gegenüber Worte gefunden, in denen er sich erklären konnte. Er wisse zwar noch nicht konkret, was zu tun sei, spüre aber deutlich, dass eine Antwort auf seine noch undeutlichen Fragen nur zu ihm komme, wenn er eine Zeit lang Wege allein gehe. Seitdem sei ihm leichter.</p>
<p>Wie schon am Telefon vermutet: er ist nicht der Bedürftige. Wir verabschieden uns und ich wünsche ihm eine gute Zeit, in der er neugierig und achtsam ins Leben schaut. Er lächelt und fragt, ob ich mir einen Moment Zeit für seine Frau nehmen könne. Sie sei nach dem Gespräch am Vorabend nachdenklich gewesen.</p>
<p>Ich bitte sie zu mir. Schnell wird klar, dass sie &#8211; gleicher Jahrgang wie ihr Mann &#8211; die Lebensmitte anders erreicht hat. Während er in der beruflichen Aufgabe jung geblieben sei, habe sie in der &#8220;Brutpflege&#8221; übersehen, dass die Kinder gerade dabei seien, dass Haus zu verlassen. In ihr seien Selbstzweifel, das Gefühl nicht mehr attraktiv zu sein, eine unerklärliches Gefühl von Eifersucht. Das Gespräch mit ihrem Mann, habe ihr bewusst gemacht, dass sie schon länger das Gefühl  habe, dass auch in ihr etwas eine Entscheidung verlange. Sie habe solche Gedanken immer schnell weg geschoben, weil alle denkbaren Möglichkeiten &#8220;eigentlich undenkbar&#8221; seien. Sie ist sehr damit einverstanden, als ich Sie frage, ob es ihr recht sei, wenn ich sie auf dem Weg der Entscheidungsfindung begleite.</p>
<p>Wo immer auch sie gerade stehen, liebe Leserin, lieber Leser, Auf die Frage &#8220;Welche Entscheidung stärkt Sie, welche macht Sie schwächer&#8221;, gibt es wohl nur eine Antwort: Entscheidungen, bei denen wir spüren, dass sie uns Kraft geben, sind stimmig.</p>
<p>Leicht ist richtig.</p>
<p>Hanswerner Herber</p>
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		<title>Neuen Verunsicherungen begegnen</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 19:17:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hanswerner Herber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Menschen sind heute beunruhigt. Sozioökonomische und ökologische Verunsicherungen, verbunden mit einer tiefen, in vielen Lebensbereichen sich zeigenden Vertrauenskrise, schüren Ängste und das Gefühl einer größeren Verletzlichkeit. Die gefühlte Wirklichkeit: Die Welt ist ein gefährlicherer Ort geworden. In einer zunehmend enttraditionalisierten Gesellschaft sind anstelle von engen, übersichtlichen Bindungen anonyme, hochkomplexe technische und administrative Infrastrukturen getreten, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Menschen sind heute beunruhigt. Sozioökonomische und ökologische Verunsicherungen, verbunden mit einer tiefen, in vielen Lebensbereichen sich zeigenden Vertrauenskrise, schüren Ängste und das Gefühl einer größeren Verletzlichkeit. Die gefühlte Wirklichkeit: Die Welt ist ein gefährlicherer Ort geworden. In einer zunehmend enttraditionalisierten Gesellschaft sind anstelle von engen, übersichtlichen Bindungen anonyme, hochkomplexe technische und administrative Infrastrukturen getreten, die zum Teil nicht mehr verstanden werden, vor allem aber auch nicht kontrolliert werden können. Der einzelne Mensch fühlt sich ihnen gegenüber hilflos. Vertrauen wäre gefragt, aber woher nehmen? In Verbindung mit der Beschleunigung, mit der Erfahrung, dass fast nichts mehr „dauert“, wird zudem ein wesentliches Fundament des Umgangs mit Ängsten, die Bindung zum Mitmenschen, in Frage gestellt. Dennoch: trotz Vertrauenskrise, trotz wirtschaftlicher, sozialer und politischer Unübersichtlichkeit leben Menschen in einer Normalität. Noch immer sind sie der Ansicht, Leben gestalten zu können. Die Frage aus der Sicht der Psychotherapie: Wie wirken sich diese Bedrohungen auf die Innenwelt der Menschen aus, welche inneren Konflikte, welche Beziehungskonflikte werden durch die realen Bedrohungen belebt? Wie und wo zeigen sie sich? Und wie ist mit ihnen umzugehen? Sind die Ängste, die sich durch die neuen Bedrohungen zeigen, vielleicht doch auch die alten Ängste, wenn auch in neuen Gewändern, mit denen wir in der Therapie schon immer umgegangen sind? Oder geht es um gänzlich neue? Und: Können wir einen Beitrag leisten zur Frage, wie man lernen kann, mit nicht zu kontrollierenden Unsicherheiten zu leben in einer posttraditionalen Gesellschaft?</p>
<p>Das sind die Fragen, die die diesjährigen Lindauer Therapiewochen aufwerfen.</p>
<p>Die Antworten, die ich dort im Kollegenkreis gefunden habe, werden in meine Arbeit einfließen.</p>
<p>Lindau im April 2013<br />
Hanswerner Herber</p>
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		<title>Frohe Ostern</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Mar 2013 09:50:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hanswerner Herber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Enzensberger]]></category>
		<category><![CDATA[Ostern]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich weiß, keiner hat Lust Eier zu färben bei einem solchen Osterwetter, und weiße Eier sieht man im Schnee so schlecht. Dennoch, jedem Tag gilt es etwas abzugewinnen, und Ostern ist für mich &#8211; kindliche Prägung und spätere eigene Erkenntnis &#8211; ein Synonym für Neubeginn. Zeit also, Danke für das Alte zu sagen, damit das Neue [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß, keiner hat Lust Eier zu färben bei einem solchen Osterwetter, und weiße Eier sieht man im Schnee so schlecht. Dennoch, jedem Tag gilt es etwas abzugewinnen, und Ostern ist für mich &#8211; kindliche Prägung und spätere eigene Erkenntnis &#8211; ein Synonym für Neubeginn.</p>
<p>Zeit also, Danke für das Alte zu sagen, damit das Neue auch gut beginnen kann. Hans Magnus Enzensberger geht mir dabei zur Hand:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Empfänger unbekannt – Retour à l’expéditeur</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Vielen Dank für die Wolken.<br />
Vielen Dank für das Wohltemperierte Klavier<br />
und, warum nicht, für die warmen Winterstiefel.<br />
Vielen Dank für mein sonderbares Gehirn<br />
und für allerhand andre verborgne Organe,<br />
für die Luft, und natürlich für den Bordeaux.<br />
Herzlichen Dank dafür, daß mir das Feuerzeug nicht ausgeht,<br />
und die Begierde, und das Bedauern, das inständige Bedauern.<br />
Vielen Dank für die vier Jahreszeiten,<br />
für die Zahl e und für das Koffein,<br />
und natürlich für die Erdbeeren auf dem Teller,<br />
gemalt von Chardin, sowie für den Schlaf,<br />
für den Schlaf ganz besonders,<br />
und, damit ich es nicht vergesse,<br />
für den Anfang und das Ende<br />
und die paar Minuten dazwischen<br />
inständigen Dank,<br />
meinetwegen für die Wühlmäuse draußen im Garten auch.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Hans Magnus Enzensberger</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wie konstruiert man eine passende Wirklichkeit?</title>
		<link>http://www.dr-herber.de/wie-konstruiert-man-eine-passende-wirklichkeit/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Mar 2013 09:15:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hanswerner Herber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Der geniale Mediziner und Begründer der psychosomatischen Medizin Thure von Uexküll, mit dem ich die Ehre habe den 15. März als Geburtsdatum zu teilen, hatte uns das 2003 im Alter von 95 Jahren verraten: &#8220;Um 95 Jahre alt zu werden, muss man sich als Leiter eine Wirklichkeit konstruieren, die 95 Jahre lang passt. Es ist [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der geniale Mediziner und Begründer der psychosomatischen Medizin Thure von Uexküll, mit dem ich die Ehre habe den 15. März als Geburtsdatum zu teilen, hatte uns das 2003 im Alter von 95 Jahren verraten:</p>
<p>&#8220;Um 95 Jahre alt zu werden, muss man sich als Leiter eine Wirklichkeit konstruieren, die 95 Jahre lang passt.</p>
<p>Es ist kein Geheimnis, dass dafür Jogging ebenso wenig funktioniert wie Walking, der Freizeitsport für gesetzterer Jahrgänge. Auch der Rat, zur Vermeidung des vorzeitigen Alzheimers die trägen Hirnzellen mit Skat-Spielen und dem Raten von Kreuzworträtseln zu trainieren, ist nur in Grenzen hilfreich.</p>
<p>Stattdessen ist zweierlei nötig: einmal seine individuelle Wirklichkeit so zu konstruieren, dass sie Stress und Ärger in Grenzen halten kann &#8211; und zweitens &#8211; nie zu versuchen, die eigene Wirklichkeit anderen aufzudrängen oder zu einer kollektiven Wirklichkeit aufzublähen.</p>
<p>Die Vorstellung, Menschen könnten sich dauerhaft auf eine kollektive Wirklichkeit einigen, beruht auf Realitätsverkennung: Sie ignoriert die Tatsache, dass wir Universitäten brauchen, um an der Vorstellung einer für alle verbindlichen oder &#8220;objektiven&#8221; Wirklichkeit zu basteln, (dabei aber ständig unvereinbare Wirklichkeiten produzieren), dass politische Parteien nötig sind, um gemeinsame Wirklichkeiten auszuhandeln und dass Armeen von Diplomaten versuchen müssen, die Völker daran zu hindern, sich ihrer verschiedenen Wirklichkeiten wegen umzubringen.</p>
<p>Angesichts dieser Erfahrungen sind wir in wechselnden Gruppen der Frage nachgegangen, wie Wirklichkeiten biologisch, psychologisch und sozial konstruiert werden. Die Ergebnisse dieser Arbeiten sind in der sechsten Auflage unseres &#8220;Schwerbuchs&#8221; (Gewicht etwa 2,5 kg) auf 1564 Seiten zusammengetragen.</p>
<p>Darin wird die These vertreten, dass &#8220;die Seele&#8221; in dem Gehirnabschnitt sitzt, der für den Körper und dessen Inhaber eine Wirklichkeit konstruiert, in der er sich orientieren und seine Bedürfnisse einigermaßen befriedigen kann, und dass sie (die Seele) dafür die Zeichen benutzt, die unsere Augen und Ohren empfangen.</p>
<p>Das klingt sehr abgehoben und theoretisch. Mit Recht werdet Ihr jetzt fragen: &#8220;Wie macht die Seele das?&#8221; Wie konstruiert sie aus den chaotischen, unhygienischen und oft genug lebensgefährlichen Ereignissen unserer Welt eine Wirklichkeit, in der wir überleben, und 95 Jahre alt werden können?</p>
<p>Glücklicherweise hat ein genialer Dichter dieses Rezept verraten: Er lässt seinen Helden Palmström in einer Situation konkretester Gefahr für Leib und Leben eine Wirklichkeit konstruieren, in der er &#8211; ohne Gefahr für ein posttraumatisches Belastungs-Syndrom &#8211; weiterleben kann:&#8221;</p>
<p>Palmström, etwas schon in Jahren<br />
wird an einer Straßenbeuge<br />
und von einem Kraftfahrzeuge überfahren.</p>
<p>Wie war (spricht er, sich erhebend<br />
und entschlossen weiterlebend)<br />
möglich, wie dies Unglück ja -:<br />
dass es überhaupt geschah?</p>
<p>Ist die Staatskunst anzuklagen<br />
in Bezug auf Kraftfahrwagen?<br />
Gab die Polizeivorschrift<br />
hier dem Fahrer freie Drift?</p>
<p>Oder war vielmehr verboten<br />
hier Lebendige zu Toten<br />
umzuwandeln, &#8211; kurz und schlicht:<br />
Durfte hier der Kutscher nicht -?</p>
<p>Eingehüllt in feuchte Tücher,<br />
prüft er die Gesetzesbücher<br />
und ist alsobald im Klaren:<br />
Wagen durften dort nicht fahren!</p>
<p>Und er kommt zu dem Ergebnis:<br />
Nur ein Traum war das Erlebnis.<br />
Weil &#8211; so schließt er messerscharf;<br />
nicht sein kann, was nicht sein darf.<b> </b></p>
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		<title>30 Jahre sind genug</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Mar 2013 08:12:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hanswerner Herber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Brief an meine Patienten In diesem Jahr werden es dreißig Jahre, in denen ich in meiner Praxis am Marienplatz gearbeitet habe. Zuvor knapp neun Jahre in der Klinik und, wenn es mir geschenkt wird, liegen noch etliche Jahre (sechs Jahre plus habe ich mir vorgenommen) in meiner neuen Praxis in Borchen vor mir. Dennoch, dreißig [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="font-size: 13px;">Brief an meine Patienten</span></h2>
<p>In diesem Jahr werden es dreißig Jahre, in denen ich in meiner Praxis am Marienplatz gearbeitet habe. Zuvor knapp neun Jahre in der Klinik und, wenn es mir geschenkt wird, liegen noch etliche Jahre (sechs Jahre plus habe ich mir vorgenommen) in meiner neuen Praxis in Borchen vor mir.<br />
Dennoch, dreißig Jahre internistische Medizin sind genug und ich gehe erleichtert in einen neuen Abschnitt, in dem ich nur noch als Psychotherapeut und in der psychosomatischen Medizin tätig sein werde.</p>
<p>Erleichtert deswegen, weil ich in Frau Dr. Mahrafzoon Moshref zum  2. April 2013 eine Nachfolgerin gefunden habe, der ich medizinisch und menschlich völlig vertraue. Als Allgemeinmedizinerin wird sie die Praxis hausärztlich so weiterführen können, wie Sie, liebe Patienten, es gewohnt sind. Als Gynäkologin wird sie das Leistungsspektrum hinsichtlich der spezifischen Vorsorgeuntersuchungen entsprechend erweitern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.dr-herber.de/wp-content/uploads/moshref.jpg"><img class=" wp-image-397 alignright" alt="moshref" src="http://www.dr-herber.de/wp-content/uploads/moshref.jpg" width="251" height="332" /></a></p>
<p><em>Hier ein kurzer Auszug aus ihrer Vita: Grundschule und Gymnasium in Kunduz. Abitur 1979. Bis 1985 Medizinstudium in Kabul. Bis 1990 Fachausbildung am Malali-Krankenhaus in Kabul zum Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Arbeit in eigener Praxis in Kunduz bis 1995. Weiteres Studium und ärztliche Tätigkeit an verschieden Kliniken in Wien. Zuletzt tätig als Assistenzärztin in den Krankenhäusern Brilon und Salzkotten.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Besonders glücklich bin ich darüber, dass Frau Dr. Moshref meine Mitarbeiterinnen Frau Lena Ahlers und Frau Evgenia Fedorow, die Ihnen seit 10 bzw. 5 Jahren vertraut sind, weiter beschäftigen wird. Viele von Ihnen schätzen ihre Freundlichkeit, Fröhlichkeit und ihre Sachkompetenz. Nicht wenige haben mir versichert, dass vertraute Gesichter und Räume den Übergang deutlich erleichtern würden. Sic! So kann ich denn nun gehen. Langsam, denn bis zur Jahresmitte werde ich noch mithelfen, den Übergang fließend zu gestalten. Vor allem habe ich mir vorgenommen, jeden von Ihnen, liebe Patienten, meiner Nachfolgerin vorzustellen. Übergabe nannten wir das in klinischen Tagen.</p>
<p>Bleibt nur noch ein herzliches Dankeschön zu sagen. Danke für Ihr Vertrauen, Danke für Ihre Treue, Danke auch für das Verständnis, dass Doktors auch nur Menschen sind.</p>
<p>Noch viele gesunde Jahre wünsche ich Ihnen. Ach ja, und tun Sie was dafür!</p>
<p>Ihr alter Doktor</p>
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		<title>Neujahrsgrüße</title>
		<link>http://www.dr-herber.de/neujahrsgruse/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Dec 2012 16:59:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hanswerner Herber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wünsche zum neuen Jahr Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit. Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid. Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass. Ein bisschen mehr Wahrheit &#8211; das wäre was. Statt so viel Unrast ein bisschen mehr Ruh. Statt immer nur ICH ein bisschen mehr DU. Statt Angst und Hemmung ein bisschen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wünsche zum neuen Jahr</strong></p>
<p>Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit.<br />
Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid.<br />
Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass.<br />
Ein bisschen mehr Wahrheit &#8211; das wäre was.</p>
<p>Statt so viel Unrast ein bisschen mehr Ruh.<br />
Statt immer nur ICH ein bisschen mehr DU.<br />
Statt Angst und Hemmung ein bisschen mehr Mut.<br />
Und Kraft zum Handeln &#8211; das wäre gut.</p>
<p>In Trübsal und Dunkel ein bisschen mehr Licht.<br />
Kein quälend Verlangen, ein bisschen Verzicht.<br />
Und viel mehr Blumen, solange es geht.<br />
Nicht erst an Gräbern &#8211; da blüh´n sie zu spät.</p>
<p>Ziel sei der Friede des Herzens.<br />
Besseres weiß ich nicht.</p>
<p><em>Peter Rosegger</em></p>
<p>Dem schließen wir uns von Herzen an&#8230;</p>
<p>Lena Ahlers, Evgenia Fedorow, Karen Herber, Gisela Rößler, Hanswerner Herber</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Krankheit &#8211; ein guter Anlass heil zu werden</title>
		<link>http://www.dr-herber.de/krankheit-ein-guter-anlass-heil-zu-werden/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 Dec 2012 18:58:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hanswerner Herber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>

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		<description><![CDATA[Stress im Job: ein Gesundheitsrisiko. Sterberisiko steigt mit den psychischen Auffälligkeiten Psychische Probleme: Schon ein bisschen Stress tötet. Das Leben von Menschen mit psychischen Problemen ist verkürzt. Auch dann, wenn die Beschwerden noch keinen Krankheitswert haben. So reißerisch, so gut&#8230; dachten sich wohl die medizinischen Gazetten, als sie eine schottische Metaanalyse (BMJ 2012; 345: e4933) vorstellten.  Zwischen psychischen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Stress im Job: ein Gesundheitsrisiko.</strong></p>
<h3>Sterberisiko steigt mit den psychischen Auffälligkeiten</h3>
<p><strong>Psychische Probleme: Schon ein bisschen Stress tötet. </strong></p>
<p><strong>Das Leben von Menschen mit psychischen Problemen ist verkürzt. Auch dann, wenn die Beschwerden noch keinen Krankheitswert haben.</strong></p>
<div>
<p>So reißerisch, so gut&#8230; dachten sich wohl die medizinischen Gazetten, als sie eine schottische Metaanalyse (<a href="http://www.bmj.com/content/345/bmj.e4933" target="_blank">BMJ 2012; 345: e4933</a>) vorstellten.  Zwischen psychischen Problemen und dem Sterberisiko besteht quasi eine &#8220;Dosis-Wirkungs-Beziehung&#8221;, so wurde dort konstatiert.</p>
<div><em>Die Forscher haben Daten von 68.222 Personen aus der Allgemeinbevölkerung ausgewertet. Dabei war psychischer Disstress anhand eines Fragebogens (General Health Questionnaire) ermittelt worden. Für diesen Score werden Infos zu Anzeichen von Depression und Angstzuständen, Problemen mit der sozialen Funktion und Vertrauensverlust dokumentiert. Ein GHQ-12-Score von 0 bedeutet Symptomfreiheit, bei Werten von 1 bis 3 werden die Symptome als subklinisch eingestuft. Werte von 4 bis 6 beziehungsweise 7 bis 12 werden für symptomatische oder stark symptomatische Personen vergeben.</em></div>
<p><em>Die Studienteilnehmer waren im Mittel 55 Jahre alt und frei von Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen. Während der Beobachtungszeit von acht Jahren starben 8365 von ihnen. Das Sterberisiko nahm mit den psychischen Auffälligkeiten zu &#8211; und zwar über das gesamte Spektrum hinweg. Bei subklinischen Beschwerden betrug der Mortalitätsanstieg 16 Prozent; er erhöhte sich bis auf 67 Prozent bei starken Symptomen.</em></p>
<p><em>Ein ähnlicher Zusammenhang ergab sich, wenn nur die Todesfälle mit kardiovaskulärer Ursache berücksichtigt wurden: Abhängig vom Schweregrad des psychischen Leidens stieg das Risiko um 25 bis 72 Prozent. Todesfälle durch externe Ursachen traten um 23 bis 219 Prozent häufiger auf.</em></p>
<p><em>Das Risiko, an Krebs zu sterben, war dagegen ausschließlich bei starken psychischen Symptomen erhöht, und zwar um 29 Prozent. Bei diesen Mortalitätssteigerungen ist bereits der Einfluss von Alter, Komorbiditäten und Lebensstil herausgerechnet. Das heißt, die Assoziationen waren nicht oder höchstens teilweise dadurch zu erklären, dass die Patienten in schlechterer seelischer Verfassung waren, weil sie bereits ein somatisches Leiden hatten.</em></p>
<p><em>Da subklinische psychische Probleme weit verbreitet sind, gehen die Studienautoren davon aus, dass sie einen großen Beitrag zur Mortalität leisten: Nach ihrer Berechnung sind sie für 3,8 Prozent aller Todesfälle in der Bevölkerung verantwortlich. Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen beziehungsweise durch externe Ursachen gehen demnach sogar zu 5,8 Prozent und 5,4 Prozent auf das Konto solcher leichteren psychischen Beschwerden.</em></p>
<p><em>Die schottischen Wissenschaftler vermuten, dass die Verkürzung der Lebenserwartung eine direkte Folge von psychischem Disstress ist &#8211; und nicht eine indirekte Folge durch die Vernachlässigung der Gesundheit. So beeinflusst akuter psychischer Stress die kardiovaskulären Funktionen und kann zum Beispiel transiente Myokardischämien auslösen.</em></p>
<p><em>Weiterhin können seelische Probleme über die Hypothalamus-Hypohphysen-Nebennierenrinden-Achse die Kortisolproduktion erhöhen. Auch steigt bei depressiven Symptomen die Konzentration vieler Entzündungsmarker. Die Autoren fordern nun Studien, in denen geprüft wird, ob eine Behandlung von subklinischen psychischen Problemen in der Lage ist, Lebenszeit zu retten.</em></p>
<p><strong> Soweit die &#8220;Wissenschaft&#8221;. Hören wir, was die Wissenden zu sagen haben.</strong></p>
<p>„Krankheit ist Können.“ Das sagt Viktor von Weizsäcker (1956). Der Mensch bekomme seine Krankheit nicht einfach, er mache sie auch, so weiß er. Und mit ihm alle Kollegen, die einige Jahre (bei mir sind es bald 40) medizinischen Daseins auf dem Buckel haben. Die zahlreichen Lebens-, Leidens- und Heilungsgeschichten beweisen mir eines ganz klar: Die Seele ist ein Regulationssystem, das mich vor &#8220;Schlimmen&#8221; bewahrt, in dem sie mich &#8220;Kränkungen&#8221; vergessen und verdrängen lässt, wenn ich sie noch nicht fassen und bewältigen kann, die mir aber auch &#8211; mitunter verschlüsselt &#8211; Nachricht gibt, dass es jetzt an der Zeit sei, einen Entwicklungsschritt zu tun. Bleibt dieser mir unbewusst, weil ich nicht achtsam bin, oder ich mich gar davor drücke, dann scheut sie sich auch nicht, ihre Botschaft in eine Krankheit zu kleiden. &#8211; So what?</p>
<p>Ob die Schulmedizin und die zugehörige Zulieferindustrie die Metaanalyse aus Perth zur Kenntnis nimmt? &#8211; Never!</p>
<p>Hanswerner Herber</p>
</div>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Blutfette nüchtern bestimmen?</title>
		<link>http://www.dr-herber.de/blutfette-nuchtern-bestimmen/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Nov 2012 16:32:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hanswerner Herber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medizin]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Nüchternblut&#8221; &#8211; ein leidiges Thema. Längst hat die Fremdbestimmung im Arbeitsleben einen Grad erreicht, der die meisten Patienten aufstöhnen lässt, wenn sie zu Zeiten die Praxis aufsuchen müssen, die im harten Clinch zu ihren Arbeitszeiten stehen. Längst schon hatte ich das Dogma &#8220;Nüchternblut&#8221; weitgehend ignoriert. Ausnahme: Fettstoffwechselstörungen. Und auch die Festung wurde geschleift. Zwar hatte [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Nüchternblut&#8221; &#8211; ein leidiges Thema. Längst hat die Fremdbestimmung im Arbeitsleben einen Grad erreicht, der die meisten Patienten aufstöhnen lässt, wenn sie zu Zeiten die Praxis aufsuchen müssen, die im harten Clinch zu ihren Arbeitszeiten stehen. Längst schon hatte ich das Dogma &#8220;Nüchternblut&#8221; weitgehend ignoriert. Ausnahme: Fettstoffwechselstörungen. Und auch die Festung wurde geschleift. Zwar hatte ich den Eindruck, dass keine entscheidenden Unterschiede zur postprandialen (nach einer Mahlzeit) Abnahme vorlagen, aber wissenschaftlich fundierte Zahlen hatte ich nicht vorzuweisen und so blieb Zweifel und schlechtes Gewissen.</p>
<p>Nun, beides darf sich jetzt verflüchtigen:  Wie sich Nüchternheit auf das Lipidprofil auswirkt, haben kanadische Forscher untersucht (<a href="http://archinte.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1391022" target="_blank">Arch Intern Med 2012, online 12. November</a>). Dazu wurden Messwerte von 209.000 Personen analysiert, die binnen sechs Monaten in einem Labor bestimmt worden waren. Von den Patienten waren 4400 weniger als acht und 3000 weniger als vier Stunden nüchtern gewesen. Doch egal, ob sie erst vor einer Stunde oder bereits vor 16 Stunden die letzte Nahrung zu sich genommen hatten, wichen die mittleren Werte für das Gesamtcholesterin ebenso wie für das HDL-Cholesterin um weniger als zwei Prozent voneinander ab.</p>
<p>Nur die Triglyzerid-Werte waren postprandial deutlich um 20 Prozent höher. &#8220;Für Routinemessungen der Blutfette ist es größtenteils unnötig, dass der Patient nüchtern ist&#8221;, so das Fazit der Forscher. Die Daten und weitere Studien-Ergebnisse legen nahe, dass die Bestimmung der Blutfette nach Nahrungsaufnahme &#8220;eine vernünftige Alternative&#8221; zur Messung in Nüchternblut ist.  &#8221;Für die meisten Lipidprofile müssen die Patienten nicht nüchtern sein&#8221;, sagt Dr. J. Michael Gaziano vom Brigham and Women&#8217;s Hospital in Boston. Postprandial gemessene Lipidwerte würden sowohl zur Abschätzung des kardiovaskulären Risikos als auch zur Entscheidung über eine lipidsenkende Therapie taugen. Nur zur Überwachung der Triglyzeridspiegel könne es sinnvoll sein, einige Nüchternmessungen vorzunehmen. &#8220;Mangels Beweisen für die Überlegenheit von Nüchternmessungen ist es vernünftig, bei der Mehrheit der Patienten, die sich routinemäßig vorstellen, die Lipide auch dann zu bestimmen, wenn sie nicht nüchtern sind.&#8221;</p>
<p><em>Quelle: <a href="http://www.springermedizin.de/" target="_blank">www.springermedizin.de</a></em></p>
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		<title>Lebenszufriedenheit im Alter oder die kleinen Unvollkommenheiten</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Aug 2012 16:03:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hanswerner Herber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Welche Faktoren die emo­tionale Gesundheit im Alter beein­flussen und möglicherweise vor Alters­depressionen schützen können, haben Forscher des Universitäts­klinikums Ham­burg-Eppendorf untersucht. Die Ergeb­nisse sind unter dem Titel „Don’t look back in anger“ in der Fach­zeitschrift Science erschienen (DOI: 10.1126/science.1217516). Bislang war ungeklärt, ob es eine neurobiologische Grundlage dafür gibt, warum manche Menschen gelassen reagieren und somit [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Welche Faktoren die emo­tionale Gesundheit im Alter beein­flussen und möglicherweise vor Alters­depressionen schützen können, haben Forscher des Universitäts­klinikums Ham­burg-Eppendorf untersucht. Die Ergeb­nisse sind unter dem Titel „Don’t look back in anger“ in der Fach­zeitschrift Science erschienen (DOI: 10.1126/science.1217516).</em></p>
<p><em>Bislang war ungeklärt, ob es eine neurobiologische Grundlage dafür gibt, warum manche Menschen gelassen reagieren und somit zufriedener altern als andere. Die Forschergruppe um Stefanie Brassen vom Institut für Systemische Neurowissenschaften ist dieser Frage in ihrer Studie nachgegangen.</em></p>
<div><em> In der Versuchsanordnung spielten emotional gesunde junge und ältere Probanden sowie Patienten mit Altersdepression mehrere Durchgänge eines Glücksspiels. Bei diesem erhöht sich mit zunehmenden Risikoverhalten zwar der Gewinn, jedoch auch die Wahrscheinlichkeit zu verlieren. Mithilfe funktioneller Kernspintomographie konnten die Wissenschaftler Aktivitätsveränderungen im Gehirn der Probanden während des Spiels messen.</em></div>
<p><em>Entscheidend war, dass den Probanden nach einem Gewinn mitgeteilt wurde, wie viel mehr sie hätten gewinnen können, wenn sie in diesem Durchgang des Spiels mehr riskiert hätten. Danach war bei jungen Probanden und älteren depressiven Patienten auf den Bildern des Kernspintomographen zu sehen, dass das neuronale Belohnungssystem im ventralen Striatum nach dem Gewinn so wenig aktiv war, als wenn sie verloren hätten – sie ärgerten sich offenbar über die verpasste Chance.</em></p>
<p><em>Gesunde ältere Menschen reagierten dagegen auf Gewinndurchgänge immer mit einem Signalanstieg, unabhängig davon, ob sie noch viel mehr hätten gewinnen können oder nicht. Nur ein wirklicher Verlust führte zu einem Signalabfall.</em></p>
<p><em>Bereits in einer früheren Studie konnten die UKE-Forscher zeigen, dass das Frontalhirn wahrscheinlich reguliert, ob sich Menschen eher auf die positiven Aspekte des Alterns fokussieren. Das gleiche frontale Areal, der sogenannte rostrale Teil des anterioren Cingulums, war auch in der aktuellen Studie bei gesunden Älteren immer dann aktiv, wenn sie mit einer verpassten Chance konfrontiert waren. In einer unabhängigen Studie konnten die Befunde bei älteren Menschen bestätigt und mit Daten zur autonomen Reaktion gestützt werden.</em></p>
<p><em>„Ein gelassener Umgang mit Chancen, die man im Laufe seines Lebens verpasst hat, spielt eine entscheidende Rolle für die Lebenszufriedenheit im Alter“, folgerten die Forscher. Künftige Studien müssten nun prüfen, wie eine solche Adaptation beispiels­weise durch verhaltenstherapeutische Maßnahmen frühzeitig zu fördern sei.© hil/aerzteblatt.de</em></p>
<p>Was ich davon halte?</p>
<p>Mit der Schlussfolgerung gehe ich gerne konform, über die Forderung nach künftigen Studien mit der Zielsetzung der frühzeitigen Förderung kann ich nur müde grinsen.</p>
<p>Da halte ich es lieber mit Peter Bamm:</p>
<p>&#8220;Wenn ein Knabe sechszehn geworden ist, beginnt er, die Biographien großer Männer zu lesen, um ihnen ähnlich zu werden. Wenn er sechzig geworden ist, liest er die Biographien großer Männer, um festzustellen, daß sie ihm ähnlich sind. Der Knabe begeistert sich an der Vollkommenheit der großen Männer. Der alte Mann ist entzückt von ihren Unvollkommenheiten.&#8221; &#8230; &#8220;Ganz offenbar gehören im allgemeinen Plan des Universums die kleinen Unvollkommenheiten zu den unentbehrlichen Betriebsmitteln. Die große Kunst im Leben bedeutender Männer liegt darin, daß die Laster, die sie sich anschafften, zu den Tugenden paßten, welche sie hatten.&#8221; &#8230; &#8220;Wenn der Knabe mit sechzehn die Vollkommenheit großer Männer bewundert, weiß er noch nicht, wie viele Schlachten er in dem lebenslangen Krieg zwischen der Tugend und dem Laster verlieren wird. Wenn er dann mit sechzig weise genug geworden ist, von en kleinen Unvollkommenheiten der großen Männer entzückt zu sein, darf auch er sich mit Stolz der kleinen Vollkommenheiten erinnern, die ihm ein einem langen Leben in Siegen über sich selbst zuweilen gelungen sind. Die feinste dieser Vollkommenheiten ist das Lächeln über die kleinen Unvollkommenheiten des großen Lebens.&#8221;</p>
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		<title>Häusliche Gewalt</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jul 2012 07:33:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hanswerner Herber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Häusliche Gewalt]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; &#8220;Häusliche Gewalt gilt weltweit als eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen und Kinder. In vielen Fällen suchen die Betroffenen zunächst wegen Verletzungen und anderen Beschwerden, die auf häusliche Gewalt zurückgehen, die Arzt- oder Notfallambulanzen auf. Ärztinnen und Ärzte werden dadurch oft zu wichtigen Kooperationspartnern, wenn es darum geht, erste Hilfestellungen zu geben, häusliche Gewalt aufzudecken, denn sie ist  meistens kein [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>&#8220;Häusliche Gewalt gilt weltweit als eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen und Kinder. In vielen Fällen suchen die Betroffenen zunächst wegen Verletzungen und anderen Beschwerden, die auf häusliche Gewalt zurückgehen, die Arzt- oder Notfallambulanzen auf. Ärztinnen und Ärzte werden dadurch oft zu wichtigen Kooperationspartnern, wenn es darum geht, erste Hilfestellungen zu geben, häusliche Gewalt aufzudecken, denn sie ist  meistens kein einmaliges Ereignis.&#8221;</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Das SkF- Frauenhaus im Kreis Paderborn besteht jetzt 30 Jahre. Gerne gebe ich hier die Kontaktdaten weiter und verweise auf den</strong><strong> </strong><strong><a href="http://www.dr-herber.de/?attachment_id=353">Frauenhaus_Flyer-2011</a>.</strong></p>
<p><span style="color: #ff0000; font-family: Arial; font-size: xx-small;"><strong><br />
</strong></span></p>
<div>
<div><span style="font-family: 'Times New Roman'; font-size: small; color: #ff0000;"><span style="font-family: Arial;">Frauenhaus Salzkotten</span></span></div>
<div><span style="font-family: 'Times New Roman'; font-size: small; color: #ff0000;"><span style="font-family: Arial;">Sozialdienst katholischer Frauen e.V.</span></span></div>
<div><span style="font-family: 'Times New Roman'; font-size: small; color: #ff0000;"><span style="font-family: Arial;">Fon: 05258 / 987- 480</span></span></div>
<div><span style="font-family: 'Times New Roman'; font-size: small; color: #ff0000;"><span style="font-family: Arial;">Fax: 05258 / 987- 499</span></span></div>
<div><span style="font-family: 'Times New Roman'; font-size: small; color: #ff0000;"><span style="font-family: Arial;">E-Mail: </span><a href="https://vsxmail.vegasystems.de/owa/redir.aspx?C=a7f8e0a14f8c442898e324f00ae43ed2&amp;URL=mailto%3afrauenhaus%40skf-paderborn.de" target="_blank"><span style="font-family: Arial; color: #ff0000;">frauenhaus@skf-paderborn.de</span></a></span></div>
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